Bundesrat stimmt für Fachkräfteeinwanderungsgesetz und Migrationspaket

In Deutschland wird die Zuwanderung erleichtert

Bisher konnten nur Akademiker aus dem Ausland jenseits der EU hierzulande vor Ort direkt einen Arbeitsplatz suchen. Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung sollen zukünftig für bis zu sechs Monate dafür eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten, wenn sie über eine anerkannte Qualifikation, ausreichende Deutschkenntnisse und einen gesicherten Lebensunterhalt verfügen. Während dieser Zeit kann auch eine Probearbeit etwa in Form eines Praktikums mit bis zu zehn Wochenstunden ausgeübt werden.
Darüber hinaus schafft das Einwanderungsgesetz die Option für unter 25-Jährige, bereits zur Suche eines Ausbildungsplatzes nach Deutschland zu kommen. Voraussetzungen sind hier neben der vollständigen Lebensunterhaltssicherung gute deutsche Sprachkenntnisse („Niveau B2„) und ein Abschluss, der zu einem Hochschulzugang in Deutschland oder in dem Staat führt, in dem der Aspirant die Schulbank drückte.
Dabei soll sichergestellt werden, dass es nicht zu Lohndumping kommt. So müssen Bezahlung und Arbeitsbedingungen der ausländischen Fachkraft denen vergleichbarer inländischer Arbeitnehmer entsprechen. Spezialisten, die über 45 Jahre alt sind, müssen nachweisen, dass sie über eine angemessene Altersvorsorge verfügen und monatlich mindestens 3685 Euro brutto verdienen. Damit soll verhindert werden, dass sie bei der Rente aufs Sozialamt angewiesen sind und die sozialen Sicherungssysteme überlastet werden.